Protokollauszug der Sitzung des Presbyteriums Göllheim vom 02.10.2025
Sitzungsort Gemeindehaus Göllheim Dauer: 18:35 bis 20:50 Uhr
TOP 3 Priorisierungsprozeß der Landeskirche
Es wurde folgender Antrag in das Presbyterium eingebracht und diskutiert:
„Die Protestantische Kirchengemeinde Göllheim fordert die Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz auf, im Zuge des sogenannten Priorisierungs-Prozesses den Kirchengemeinden der Landeskirche den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts NICHT zu entziehen.
Die Landessynode soll außerdem auf eine zwangsweise Zentralisierung der Gebäudeverwaltung verzichten, sondern diese Zentralisierung der Gebäudeverwaltung auf freiwilliger Basis anbieten.
Der Entzug des Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts kommt einer faktischen Enteignung der Kirchengemeinden gleich. Sie hebelt die Selbstverwaltung der Kirchengemeinden aus, die zu den protestantischen und demokratischen Grundprinzipien unserer kirchlichen Verfassung gehört. Die Kirchengemeinde Göllheim bezweifelt zudem die Funktionsfähigkeit einer zentralisierten Gebäudeverwaltung.
Stattdessen schlägt die Kirchengemeinde Göllheim vor, die Zahl der Kirchengemeinden durch die freiwillige Bildung von größeren Kirchengemeinden zu reduzieren. Diese größeren Einheiten wären dann - nach wie vor als Körperschaften des öffentlichen Rechts - besser in der Lage, eine sinnvolle und optimale Verwaltung der Gebäude sicherzustellen. Damit kann auf regionale Besonderheiten eingegangen und eine effektive Betreuung der Gebäude sichergestellt werden.
Auch zielgerichtetes Fundraising ist damit weiterhin möglich, effektiver und effizienter.
Die Kirchengemeinde Göllheim fordert die Landessynode der Evangelischen Kirche der Pfalz auf, weiter einen protestantischen Weg zu beschreiten, der die Kirchengemeinden als Keimzelle der Kirche einbindet und ernst nimmt. Nur so können wir uns gemeinsam auf die Herausforderungen einer schrumpfenden Kirche einstellen und einlassen.
Die Kirchengemeinde Göllheim fordert die Bezirkssynode und den Bezirkskirchenrat auf, sich diesen Forderungen anzuschließen.“
Nach einer ausführlichen Diskussion wird der Antrag mit 8 Ja-Stimmen, 1 Nein-Stimme und 1 Enthaltung angenommen.