Neue Zahlen

Andreas Funke rechnet nach

DER ENTZUG DER KdöR-RECHTE BRINGT KEINE 6 MIO € AN EINSPARUNG BEI DER LANDESKIRCHE,

 

(sondern vermutlich unter 1 Mio €).

 

Begründet wird der Entzug der KdöR Rechte bei den Kirchengemeinden ja mit einem Einsparvolumen von 6 Mio € - mit dem Entzug der Rechte könne man nämlich das Rechnungsprüfungsamt im Landeskirchenrat einsparen. 

Das ist aber nicht zutreffend – sagt das Planungsbüro des Transformationsprozesses selber.

Dr. Anja Lebkücher von unserer Initiative hatte beim Projektbüro der Landeskirche mehrfach und deutlich nachgefragt 

und die Antwort bekommen: Die Streichung des Rechnungsprüfungsamtes (RPA) im Landeskirchenrat (LKR) sei 

nur „ein gutes Beispiel“

für die geplanten Einsparungen von Personalkosten im Landeskirchenrat. 

Nochmal das Originalzitat des Projektbüros: 

Die ca. 6 Mio. Euro beim Landeskirchenrat werden nicht nur im Rechnungsprüfungsamt eingespart, sondern durch einen völligen Umbau und eine starke personelle Reduzierung im LKR. Das RPA ist ein gutes Beispiel, wie man durch die Reduzierung der Körperschaften und den Abbau von Hierachieebenen Kapazitäten einsparen kann.“

 

D.h.: für den Entzug der KdöR-Rechte ist aber nur das Rechnungsprüfungsamt von Bedeutung – also nur ein relativ kleiner Stab und nicht andere Abteilungen des Landeskirchenrates. 

Damit ist aber der behauptete Zusammenhang von ca. 6 Mio Euro und dem Entzug der Selbstverwaltungsrechte nicht gegeben!

Gespart wird durch den Entzug der Rechte also nur ein bemerkenswert geringer Posten –

DER ENTZUG DER SELBSTVERWALTUNGSRECHTE UND DAS DADURCH TATSÄCHLICH ERREICHBARE EINSPARVOLUMEN STEHEN AUCH FINANZIELL IN KEINEM, ODER HÖCHSTENS IN EINEM  LÄCHERLICHEN VERHÄLTNIS.

Die Bibel erzählt (1. Mose 25,19ff) prägnant: 

für einen Linseneintopf verkauft Esau ein entscheidendes Recht, nämlich das Recht seiner  Erstgeburt. Dieses „Linsengericht“ ist sprichwörtlich geworden für eine schreiende Diskrepanz – wenn einer etwas Wertvolles hergibt für etwas, das kaum Wert hat. Sich ein Recht nehmen lassen für einen momentanen materiellen Vorteil, der sehr bald aufgebraucht ist.

Für uns ist der ganze Handel noch widersinniger: 

Wir geben ja nicht einmal aktiv Rechte her, 

sondern uns werden entscheidende Rechte genommen FÜR EIN LINSENGERICHT beim Landeskirchenrat

 

Ich denke, auch Ihnen / Euch ist aufgefallen:

Der LKR wechselt die Begründungen für den Entzug der KdöR Rechte –

  • einmal ist es das Geld , Einsparungen von „ca. 6 Mio Euro“ – was aber vom Projektbüro dann selber widerlegt wird-,
  • dann wieder ist es die Entlastung der Presbyterien von Finanz- und Bau-Fragen,
  • dann wird auch schon mal die mangelnde „Fachlichkeit“ der Presbyterien genannt.

 

Die Begründungen wechseln – das Ziel bleibt gleich: Entscheidende Verantwortung soll von unten nach oben abgegeben werden.

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